Die Inschriften in der Gedenkstätte Brauweiler

Ihre Erforschung und Erhaltung

Vortrag von Kerstin Nagl u. Rebecca Tehrani

In den Zellen des ehemaligen Frauenhauses gibt es über 200 Graffiti. Aus der Kaiserzeit bis in die frühe Bundesrepublik reichen die Zeugnisse des Lebensalltags, der Hoffnung, des Protests und der Ängste der hier eingesperrten Mädchen und Frauen. Dazu gehören kurze Notizen, kleine Gedichte, Kalender und Zeichnungen. Kerstin Nagl gibt einen Einblick in die Erforschung der Graffiti. Rebecca Tehrani spricht über Herausforderungen ihrer Erhaltung.

Aus der Reihe „Mittwochs im Archiv“

des LVR-Archivberatungs- & Fortbildungszentrums
Ort: Archiv des LVR
Uhrzeit: 18 Uhr – Eintritt frei
Auf dem Foto steht folgender Text: Einsame Nächte hinter Eisengitter Bunkernächte wie seid ihr bitter furchtbare Nächte einsam zu liegen wenn draussen Fledermäuse fliegen furchtbare Zeit bei Wasser und Brot doch in den Augen leuchtet mein Morgenrot am Tage sieht man die Sonne nicht mehr und in der Nacht leuchtet kein Stern hierher einsames Mädel tröste dich bald hast du vergessen wo man dir angetan Gewalt einsames Mädel so weine nicht mehr denn bald bist du frei und dann freust du dich sehr

Gefangenengraffiti, 1940er/1950er Jahre, Gedenkstätte Brauweiler des LVR, Raum 10

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler