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Giebel über der Toreinfahrt zur Abtei Brauweiler

LVR-Kulturzentrum
Abtei Brauweiler

Frühere Vortragsveranstaltungen

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Das LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen – Einblicke in jüdisches Leben im Rheinland vom 18. Jahrhundert bis heute

Vortrag in der Reihe "Kulturregion Rheinland"

Referentin

Monika Grübel M.A., LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Ab dem 25. Kislew (in diesem Jahr vom 3. bis 10. Dezember) feiern Juden Chanukka, ein achttägiges Lichterfest. An welches Ereignis wird an diesem Fest erinnert, welche Speisen werden traditionell gegessen und was macht man mit dem achtarmigen Chanukka-Leuchter? Diese und viele weiteren Fragen beantwortet ein Besuch im LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen, das das ehemalige Wohnhaus der jüdischen Familie Ullmann und die ehemalige Synagoge der Landjuden von Rödingen und Umgebung umfasst.

Das wichtigste Exponat ist die 1841 erbaute Synagoge. Sie ist das einzige weitgehend im Originalzustand erhaltene jüdische Gotteshaus im westlichen Rheinland. Synagoge und Wohnhaus wurden vom LVR behutsam saniert und 2009 als LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen eröffnet. In der Dauerausstellung, bei Vorträgen und Workshops werden zahlreiche Facetten jüdischen Lebens (nicht nur) auf dem Land erläutert. Wieso lebten so viele Juden und Jüdinnen nach den Vertreibungen aus den mittelalterlichen deutschen Städten auf dem Land? Welchen Berufen gingen sie hier nach? Was bedeutet "koscheres" Essen?

Den Vortrag über die Geschichte der Gebäude und seiner Bewohnerinnen und Bewohner sowie über die Aktivitäten heute hält die Judaistin Monika Grübel. Sie ist seit 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim LVR mit dem Schwerpunkt Beratung, Publikationen und Veranstaltungen zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur im Rheinland und leitet das LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen.

Veranstalter

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Flyer zum Vortrag

Donnerstag, 22. November 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Modern – christlich – monumental. Die Wandmalereien von Peter Hecker

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dipl.-Rest. Sigrun Heinen, Werkstatt für anorganische Materialien

Die monumentalen Wandmalereien des 1884 in Kerpen-Türnich geborenen und 1971 in Odenthal-Scheuren gestorbenen Künstlers Peter Hecker bestechen durch ihre ausdrucksstarke Malweise des Expressionismus. Der Vortrag gibt Einblicke in die vielfältigen und experimentellen Maltechniken Heckers, der durch Kratzen, Schaben und Schlämmen den Putz reliefartig gestaltete und leuchtend farbig bemalte. Beispielhaft vorgestellt werden die zuletzt restaurierten Wandmalereien in St. Albertus-Magnus, Köln und in Alt St. Arnold, Düren-Arnoldsweiler.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

Weitere Informationen

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Tagung am Montag, 12. November 2018, 9:30 –16:00 Uhr, Kaisersaal

Kölner Gespräche zu Architektur und Denkmalpflege

Gebäude aus Fachwerk
Konstruktion – Schäden – Instandsetzung

Die "Kölner Gespräche zu Architektur und Denkmalpflege" bieten die Möglichkeit, sich einem aktuellen denkmalpflegerischen Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln anzunähern – von der behördlichen Sicht bis hin zu Erfahrungen der Beteiligten vor Ort.
Als eintägige Fortbildungsveranstaltungen richten sie sich vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Denkmalbehörden, die Architektenschaft, Ingenieurinnen und Ingenieure, Restauratorinnen und Restauratoren, aber auch an Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer sowie Studierende.
Ziel ist es, den Fortbestand einer qualitätvollen und nachhaltigen Denkmalpflege durch regelmäßige Weiterbildung aller Beteiligter gemeinsam zu realisieren.

Aufgrund begrenzter Teilnahmezahl ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.

Veranstalter:

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Köln/ Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege

Weitere Informationen

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Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18 Uhr, Archiv

Kriegsende und Besatzungszeit. Der Rheinische Provinziallandtag und Provinzialverband in der frühen Weimarer Republik

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referent

Dr. Wolfgang Schaffer, Archiv des LVR

Die frühen Jahre der Weimarer Republik zwischen Kriegsende 1918 und Wirtschaftskrise 1923/24 leiteten auch für den Rheinischen Provinzialverband eine neue Phase seiner Entwicklung ein. Zwar führte er seine traditionellen Aufgaben fort, allerdings wurde der Provinziallandtag nach neuem Modus gewählt, es konstituierten sich politische Parteien, und erstmalig finden sich auch Frauen als Abgeordnete.
Zugleich waren die Rahmenbedingungen des Wirkens des Provinzialverbandes durch zahlreiche Einschränkungen gekennzeichnet: Das restriktive Einwirken der Besatzungsmächte, Versorgungsschwierigkeiten, wirtschaftliche Probleme und das Bemühen um ein Wiederfinden der „Normalität“ kennzeichnen die frühen Nachkriegsjahre.

Dr. Wolfgang Schaffer ist Historiker, Archivar und Leiter des Archivs des LVR (ALVR) in Pulheim-Brauweiler. Als Zentralarchiv des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) dokumentiert das Archiv nicht nur die Geschichte des LVR selbst, sondern auch die seiner Vorgänger, der Ständischen Landtage und des Provinzialverbandes der Rheinprovinz.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Flyer zum Vortrag

Weg zum Archiv des LVR

Donnerstag, 27. September 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Vorgarten der Bundesregierung. Denkmalschutz für den Rheinauenpark in Bonn

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentinnen:

Dr. Elke Janßen-Schnabel, Dr. Kerstin Walter, ADR, Abteilung Inventarisation

Der Rheinauenpark ist die zentrale Grünfläche im ehemaligen Bonner Regierungsviertel. Anlässlich der Bundesgartenschau 1979 von Gottfried Hansjakob entworfen, steht der weitläufige Auenpark zu beiden Seiten des Rheins in der Tradition klassischer Landschaftsgärten und schließt städtebaulich die Regierungsgebäude zusammen. Der Rheinauenpark gehört zu den bundesweit herausragenden Werken der 1970er Jahre und ist ein Baudenkmal von besonderem historischen Zeugniswert. Für den zukünftigen Umgang mit dem Park, der einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt ist, müssen denkmalgerechte Wege gefunden werden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

Weitere Informationen

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Mittwoch, 29. August 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Schlosspark Heltorf – Neue Quellen zur Geschichte

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referentin

Dr. Rita Hombach, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, Landesverband Rheinland

Der Park von Schloss Heltorf bei Düsseldorf gehört zu den größten und bedeutendsten privaten Gartenanlagen im Rheinland. Seine Geschichte kann anhand verschiedener Quellengattungen über rund vier Jahrhunderte zurückverfolgt werden. Das Archiv Schloss Heltorf verfügt hier über eine ungewöhnlich reiche Überlieferung, die von der Referentin Rita Hombach bereits für ihre Dissertation ausgewertet wurde.
Seitdem sind im Zuge von Verzeichnungsarbeiten im Archiv Schloss Heltorf neue Quellen aufgetaucht, unter denen besonders die verschollen geglaubten Tagebücher von Joseph Biarelle hervorzuheben sind. Der katholische Geistliche war Initiator des Englischen Gartens und dokumentierte die Neuanlage und weitere Entwicklung des Landschaftsgartens detailliert in vier Tagebüchern – eine einzigartige Quelle für die Gartenforschung!

Im Auftrag des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums und der Besitzer von Schloss Heltorf, Graf Wilhelm und Gräfin Lorraine von Spee, erarbeitet Rita Hombach nun ein Sachinventar zur Geschichte des Schlossparks. Ihre neuen Forschungsergebnisse zum Schlosspark Heltorf stellt sie in ihrem Vortrag vor.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Flyer zum Vortrag

Donnerstag, 26. Juli 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

"Ein Thiergarten für die Stadt Cöln". Der Brühler Schlosspark in preußischer Zeit

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent:

Dr. Ulrich Stevens, Hauptkonservator a.D., Kunsthistoriker

Was wäre Schloss Brühl ohne seine Gartenanlage? Der originale Gartenplan von 1728 zeigt Spiegelweiher, präzise beschnittene Buchsbaumhecken und kunstvolle Skulpturen als Bestandteil des Gesamtkunstwerks. Den Brühler Schlosspark auch in preußischer Zeit angemessen zu erhalten, scheiterte zunächst am Geld. Erst König Friedrich Wilhelm IV. beauftragte seinen Gartendirektor Peter Joseph Lenné mit der Wiederherstellung des Parks. Der entwarf einen Park nach zeitgenössischem Geschmack unter Bewahrung der barocken Skulpturen. Doch auch dieses 1847 vollendete Gartenkunstwerk war nicht von Dauer. In den 1930er Jahren stand die Wiederherstellung des barocken Parterres an.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 5. Juli, 18 Uhr, Gierdensaal

Flug in die Vergangenheit

Projektpräsentation und Vortrag

Schüler und Studierende erforschen das Fotoalbum eines unbekannten Piloten aus dem 1. Weltkrieg

Zum Projekt

Das Fotoalbum eines unbekannten Fliegers aus der Zeit des Ersten Weltkriegs steht im Mittelpunkt des Projekts „Flug in die Vergangenheit“, das im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen dem Abtei-Gymnasium Brauweiler und dem Archiv des LVR sowie in Kooperation mit dem Fachbereich Geschichtsdidaktik der Universität Köln entstand.

Zusammen mit Studierenden der Universität Köln beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse im Geschichtsunterricht intensiv mit dem Fotoalbum und stellten spannende Fragen an die ca. 100 Jahre alten Bilder; so etwa zu den Themen Flugzeuge und deren technische Entwicklung, Geschichte der Luftstreitkräfte, Heldenmythos um Piloten im Ersten Weltkrieg und vieles andere. Die dabei gewonnenen Informationen wurden im Kunstunterricht in kurzen Filmen verarbeitet, die der Technik-Kurs zusammen mit dem digitalisierten Fotoalbum auf einer Homepage online gestellt hat.

Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse präsentieren am 5. Juli 2018 ihr Projekt und die dabei gewonnenen Erkenntnisse. In das Thema führt Herr PD Dr. Aribert Reimann (Universität Köln) mit einem Vortrag zum Thema „100 Jahre Kriegsende – 100 Jahre Kriegsgeschichte“ ein. Außerdem wird der Kooperationsvertrag zwischen dem Archiv des LVR und dem Abtei-Gymnasium Brauweiler verlängert und ein Rückblick auf die vielseitige archivpädagogische Partnerschaft geworfen.

Referent:

PD Dr. Aribert Reimann (Universität Köln)

Veranstalter:

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Berliner Bären im Rheinland. Mahnmale der deutschen Teilung und Wiedervereinigung

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Nadja Fröhlich M.A., Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Inventarisation

Zwischen 1954 und 1989 sind sowohl im Bundesgebiet als auch weltweit „Berliner Bären“ aufgestellt worden. Die Erinnerungsmale in Form von Kilometersteinen, Skulpturen, Reliefs und Plastiken sollten die Erinnerung an die Mitmenschen in der DDR und an das geteilte Berlin lebendig halten und die wirtschaftlichen Beziehungen fördern. Die politische und sozialgeschichtliche Konnotation der Bären hat sich nach der Wiedervereinigung gewandelt und gerät heute, bald 27 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung, nach und nach in Vergessenheit. Der Vortrag stellt die geschichtlichen und politischen Hintergründe der Berliner Bären dar und zeigt die Vielfalt der Berliner Bären im Rheinland.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 2. Mai 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

60 Jahre LVR-Freilichtmuseum Kommern – EinBlick zurück

Vortrag in der Reihe "Kulturregion Rheinland"

Referent

Dr. Josef Mangold, LVR-Freilichtmuseum Kommern

Am 26. März 1958 läuteten in Kommern die Kirchenglocken: Gerade hatte die Landschaftsversammlung Rheinland beschlossen, das Rheinische Freilichtmuseum auf dem Kahlenbusch bei Kommern zu errichten. Seither wurde „Kommern“ zum Inbegriff für eines der größten und innovativsten Freilichtmuseen in Europa. Heute sind, eingebettet in die Landschaft, umgeben von Wiesen, Gärten und bewirtschafteten Feldern 75 originale Gebäude aus den letzten 500 Jahren in den regional typischen Dorfzusammenhängen zu sehen. Der „Marktplatz Rheinland“ präsentiert mit der Gaststätte Watteler oder auch dem Quelle-Fertighaus die Veränderungen im Bauen und Wohnen, aber auch im Lebensgefühl der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit. Als Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde bieten verschiedene Ausstellungen einen Blick in den Alltag der Rheinländerinnen und Rheinländer.

Veranstalter

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Einladungskarte zum Vortrag

Mittwoch, 11. April 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Landschaft im Wandel – Eine Spurensuche. Das Siebengebirgsmuseum Königswinter

Vortrag in der Reihe "Kulturregion Rheinland"

Referent

Elmar Scheuren, Siebengebirgsmuseum Königswinter

Wie andere Landschaften auch, ist das Siebengebirge vielfach geprägt von menschlichen Aktivitäten. Aufgrund einer langen Tradition des Landschaftsschutzes sind diese Einflüsse hier allerdings besonders gut ablesbar. Wirtschaftlichen Nutzen brachten etwa der Weinbau oder die Gewinnung von Steinen. Daneben haben aber auch der Tourismus, die Forstwirtschaft, große und kleine Bauwerke und nicht zuletzt Maßnahmen zur Erschließung und „Verschönerung“ ihre Spuren hinterlassen. Nimmt man noch die Relikte historischer Ereignisse oder die Einflüsse „romantischer“ Wahrnehmung hinzu, dann entsteht das bunte Bild einer typischen „Kulturlandschaft“.

Der Vortrag geht beispielhaft einigen dieser Spuren nach. Solche Blicke „hinter die Kulissen“ der Landschaft, die sich auch durch die museale Dauer- und zahlreiche Sonderausstellungen der zurückliegenden Jahre ziehen, geben zugleich einen Einblick in die Königswinterer Museumsarbeit, ihre methodischen Ansätze und Schwerpunkte. Seit den 1970er Jahren zählt das Siebengebirgsmuseum zu den rheinischen Museen, die vom Landschaftsverband Rheinland begleitet und auch finanziell gefördert wurden und werden.
Die Königswinterer Einrichtung liefert somit ein gutes Beispiel dafür, dass die Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsstandards durch solche Fördermaßnahmen wesentlich erleichtert oder sogar überhaupt erst ermöglicht wird.

Elmar Scheuren ist langjähriger Leiter des Siebengebirgsmuseums der Stadt Königswinter. Im Rahmen seiner Tätigkeit erfuhr das Museum mehrere Erweiterungen, zuletzt 2011 mit einem zentralen Anbau und einer neuen Dauerausstellung.

Veranstalter

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Einladungskarte zum Vortrag

Donnerstag, 22. März 2018, 18 Uhr

Graffiti im Kloster Wenau. Mittelalterliche Handwerker zeichnen in den Putz

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Ulrike Heckner, Leiterin der Abteilung Dokumentation

Verborgen unter dem Kirchendach von St. Katharina in Langerwehe-Wenau (Kreis Düren) sind geometrische Figuren und Darstellungen auf eine alte Wand des ehemaligen Nonnenklosters gezeichnet. Es handelt sich um etwa 500 Jahre alte Graffiti, die Handwerker beim Neubau des Dachstuhls in den Putz geritzt haben: mit dem Zirkel konstruierte Rosetten, Pentagramme und eine Vielzahl von Hämmern, die als Zimmermanns-, Maurer- oder Schieferhämmer einzelnen Gewerken zugeordnet werden können. Nur selten sind historische Graffiti von Handwerkern erhalten, daher stellen die Wenauer Putzritzungen ein einzigartiges Dokument aus der alltäglichen Lebens- und Arbeitswelt im späten Mittelalter dar.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Sonntag, 4. März 2018, 15:30 Uhr am Tag der Archive

Rheinischer Separatismus. Ein Vorläufer moderner Autonomiebewegungen?

Vortrag im Rahmen des "Tag der Archive 2018"

Referent

Hendrik Mechernich M.A., LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Im Zuge der tiefgreifenden Veränderungen im Deutschen Reich nach dem Waffenstillstand des Jahres 1918 kam es in vielen rheinischen Städten und Dörfern zu Abspaltungstendenzen.
Bereits 1919 rief der ehemalige Anwalt Hans Adam Dorten in Wiesbaden die Rheinische Republik aus. Nach wenigen Tagen brach die Bewegung allerdings zusammen und Dorten musste mit vielen Unterstützern in die von Frankreich besetzte Zone fliehen.
Erst während der Besetzung des Ruhrgebietes im Januar 1923 und der damit verbundenen Verschlechterung der Lage vieler Arbeiter erhielten die Separatisten vermehrt Zulauf und Unterstützung aus Teilen der Bevölkerung.
In der Folge wurden Rathäuser und weitere Verwaltungsgebäude in Städten und auf dem Land besetzt, die grün-weiß-rote Fahne gehisst und die Rheinische Republik ausgerufen. Nach kurzer Zeit mussten die Separatisten die besetzten Rathäuser jedoch abermals räumen. Das Rheinland blieb ein Teil Preußens und des Deutschen Reiches.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei

Weitere Informationen zum Tag der Archive 2018


Lageplan Archiv des LVR

Filmvorführung am Mittwoch, 31. Januar 2018, 18 Uhr, Archiv

Filmvorführung und Gespräch

Diagnose: Jude. Jüdische Psychiatriepatienten zwischen NS-Euthanasie und Holocaust

Veranstaltung in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Im Anschluss

Gespräch mit der Regisseurin Barbara Lipinska

Etwa 200.000 psychisch wie körperlich kranke und behinderte Menschen fielen den natio-nalsozialistischen „Euthanasie“-Maßnahmen zum Opfer, darunter etwa 10.000 Betroffene aus dem Rheinland. Der Film „Diagnose: Jude“ widmet sich den jüdischen Psychiatriepatientinnen und -patienten. In doppelter Hinsicht waren sie der staatlich betriebenen Verfolgung ausgesetzt: Als Angehörige der von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Minderheit und als Psychiatriepatientinnen und -patienten, die als „Ballast“ für die „Volksgemeinschaft“ und als „nicht-lebenswerte“ Existenzen galten.

Der Film „Diagnose: Jude“ (28 min) entstand im Rahmen des LVR-Projekts zur Aufarbeitung des Themas „Geschichte der NS-Euthanasie im Rheinland“ zur Vermittlung im Schulunterricht. In Zusammenarbeit mit dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung in Düssel-dorf entwickelte die Regisseurin Barbara Lipinska einen sensiblen, visuellen Zugang zu einem Aspekt der rheinischen Geschichte, der bislang wenig beleuchtet wurde.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs-und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zur Filmvorführung

Lageplan Archiv des LVR

Donnerstag, 25. Januar 2018, 18 Uhr, Äbtesaal

Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef. Sanierung einer experimentellen Holzkonstruktion von 1967

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referierende

Dr. Gundula Lang, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, und Dipl.-Ing. Christian Welter, projektplus GmbH Siegen

Das Wohnhaus für den Atomphysiker Theo Mayer-Kuckuk wurde 1967 als Prototyp für einen modularen Systembau errichtet. Mit der Verwendung von industriell vorgefertigten Elementen und neuen technisch-konstruktiven Lösungen entspricht es den architektur-utopistischen Tendenzen der 1960er- und 1970er-Jahre. Starke Feuchtigkeitsschäden an der Konstruktion stellten Architekt, Eigentümerschaft und Denkmalpflege jüngst vor die große Herausforderung, eine denkmalgerechte Lösung für den Umgang mit dem industriellen Material und der denkmalwertbestimmenden Konstruktion des experimentellen Bauwerks zu finden.
Für die Instandsetzung wurden die Eigentümer 2016 mit dem Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege ausgezeichnet.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 6. Dezember 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Nach Köln geschaut: MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referentinnen

Dr. Christiane Twiehaus und Dr. Dorothea Parak, LVR

Die Kölner Innenstadt wird ab 2021 um eine kulturelle Attraktion reicher: 2000 Jahre begehbare Geschichte und Archäologie auf und unter dem Rathausplatz stellt das neue MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln aus. Eine Dauerausstellung im Untergrund des Rathausplatzes zeigt einige der bedeutendsten archäologischen Denkmäler der Kölner Stadtgeschichte und des Rheinlands. Über diesen archäologischen Denkmälern wird ein neues Museumsgebäude mit einem Dauer- und Wechselausstellungsbereich entstehen, wo auch die jüdische Geschichte der Neuzeit und Gegenwart präsentiert wird. Die beiden Kuratorinnen Dr. Christiane Twiehaus und Dr. Dorothea Parak geben Einblicke in Konzeption und Gestaltung dieses einzigartigen Museumsprojekts.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 23. November 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Metamorphosen eines Wahrzeichens. Das Westwerk der Klosterkirche Steinfeld in der Eifel

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Monika Herzog, Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege

Das Westwerk der mittelalterlichen Klosterkirche Steinfeld zeigte schon vor Jahren witterungsbedingte Schäden im Inneren. Als erste Steine von der Fassade herabfielen, war die Sicherung und Instandsetzung dringend geboten. Ausgehend vom Schadensbild kristallisierten sich verschiedene Vorgehensweisen im Umgang mit dem Äußeren heraus, die zunächst bei der Bevölkerung Widerstand hervorriefen, da das tradierte Erscheinungsbild der steinsichtigen Türme zugunsten einer Putzfassade verloren ging. Im Dialog konnte auch auf der Grundlage bisher nicht ausgewerteter Quellen eine aus der Historie belegbare Lösung für das Bauwerk gefunden werden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 11. Oktober 2017, 18 Uhr, Archiv des LVR

Neue Quellenfunde zu Friedrich Spee von Langenfeld und seiner Familie

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referent

Dr. Rainer Decker, Paderborn

Der Jesuitenpater Friedrich Spee (1591-1635) ist als Seelsorger, Dichter und besonders als Kritiker der Hexenprozesse zu Recht berühmt geworden. 1610 trat Friedrich Spee in den Jesuitenorden ein, dem er bis zu seinem Tod an wechselnden Einsatzorten in Deutschland diente. Durch neue Quellenfunde im Ausland sowie im Adelsarchiv der Grafen von Spee zu Heltorf, das vom LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum betreut wird, bekommt die Familie Spee von Langenfeld genauere Konturen.
Tragisch ist, dass 1631, wenige Monate nach dem Erscheinen der Cautio Criminalis, der Kampfschrift gegen die Hexenverfolgung, Anna Katharina Spee, Friedrichs angeheiratete Cousine, in Bruchhausen (Kreis Neuwied) als Hexe hingerichtet wurde.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Eintritt frei

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler


Lageplan Archiv des LVR

Donnerstag, 28. September 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Das ehemalige Hochaltarretabel von Kloster Kamp. Kunsttechnologische Untersuchung eines Altarretabels (um 1440)

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent

Dipl.-Rest. Marc Peez, Leiter der Restaurierungswerkstatt für organische Materialien

Der heutige Hochaltar in der Rheinberger St. Peter-Kirche geht auf einen Entwurf Ernst Friedrich Zwirners (1802-1861) zurück, der das in neugotischen Formen gestaltete Retabel unter Wiederverwendung der um 1440 entstandenen Schreinkästen des ehemaligen Hochaltars aus dem nahe gelegenen Zisterzienserkloster Kamp entwickelte. Die dazu gehörigen Flügelgemälde dieses bedeutenden spätgotischen Werkes wurden von Zwirner nicht berücksichtigt, befinden sich jedoch seit dieser Zeit ebenfalls in St. Peter. Der Vortrag stellt die Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchung der Gemälde und der Schreinkästen vor.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 30. August 2017, 18 Uhr, Kaisersaal

"Neues zur archäologischen Denkmalpflege in Brauweiler und Umgebung"

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referentin

Petra Tutlies M.A., LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Die Gegend um Brauweiler gehört zur reichen archäologischen Landschaft im westlichen Rheinland. Seit der Steinzeit siedelten Menschen am Rande der Rhein-Mittelterrasse mit Blick in das Rheintal und hinterließen zahlreiche Spuren.
Immer wieder stießen in den vergangenen Jahren die Grabungen, die seitens der Bodendenkmalpflege des LVR im Zusammenhang mit verschiedenen Bauprojekten in und um Brauweiler durchgeführt wurden, auf großes Interesse der Bevölkerung.
In ihrem Vortrag stellt die Archäologin Petra Tutlies M.A., Leiterin der für Brauweiler zuständigen Außenstelle Nideggen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland, die Ergebnisse der archäologischen Forschung der letzten Jahre rund um Brauweiler sowie neue Ausgrabungen und Funde aus der Umgebung vor. Diese prägen maßgeblich das Bild einer Siedlungslandschaft der letzten 7000 Jahre, deren Zeugnisse – unseren Blicken entzogen – heute im Boden verborgen liegen, doch gleichwohl schützens-und erhaltenswert sind.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Kaisersaal

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 30.8.2017

Donnerstag, 27. Juli 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Mönchengladbach-Rheindahlen. NATO-Hauptquartier JHQ

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Elke Janßen-Schnabel, Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Inventarisation

Das ehemalige NATO-Hauptquartier, das JHQ Rheindahlen, von 1954 bis 2013 Hauptquartier verschiedener Verbände der britischen Streitkräfte und der NATO, ist als der ehemalige zentrale NATO-Stützpunkt Mitteleuropa Nord im Verteidigungsraum Europa in seiner Anlage und im überlieferten baulichen Bestand ein gebautes Zeugnis der internationalen und europäischen Nachkriegsgeschichte. Während andere NATO-Standorte sich größtenteils in vorhandenen Anlagen (wie Kasernengelände, Hochschulbauten) einrichteten, erfolgte mitten im Rheindahlener Wald die Neuanlage des Standortes als großzügige autarke Einheit mit den Merkmalen eines Stadtteils.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 28. Juni 2017, 18 Uhr, Archiv des LVR

Eine Nachkriegskarriere in Deutschland. Udo Klausa - erster Direktor des LVR (1954–1975)

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referent

Dr. Thomas Roth

Im Jahr 2012 erteilte der Landschaftsverband Rheinland den Auftrag, die Biographie und das Wirken des ersten Landesdirektors des LVR, Udo Klausa, wissenschaftlich zu untersuchen. Udo Klausa wirkte von 1954 bis zu seiner Pensionierung 1975 als höchster Verwaltungsbeamter in einem Kommunalverband, den er in dieser Zeit maßgeblich prägte. Zuvor war er im Zeitraum von 1940 bis 1942 als Landrat für die deutsche Besatzungsmacht im polnischen Bendzin tätig. Angesichts dieser Vorgeschichte stellten sich u.a. die drängenden Fragen, ob und wie sich nationalsozialistisches Gedankengut im Denken und Handeln des ersten Landesdirektors wiederfindet.

2016 erschien in der vom LVR herausgegebenen Schriftenreihe RHEINPROVINZ die Publikation „Verwaltungsdienst, Gesellschaftspolitik und Vergangenheitsbewältigung nach 1945. Udo Klausa, Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland (1954–1975)“ der beiden Autoren Thomas Roth und Uwe Kaminsky. Die Studie liefert einen wesentlichen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des LVR.
In seinem Vortrag thematisiert der Historiker Dr. Thomas Roth, wissenschaftlicher Mitarbeiter im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, die Nachkriegskarriere von Udo Klausa als einem der höchsten Repräsentanten des Landschaftsverbandes Rheinland.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 28.6.2017

Donnerstag, 18. Mai 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Unmögliche Denkmale? Museen und Denkmalschutz

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent

Dr. Sven Kuhrau, Wissenschaftlicher Referent, Abteilung Inventarisation

Museen sind Orte der historischen Selbstvergewisserung und individueller wie gesellschaftlicher Identitätsfindung. Sie sind Teil des Gedächtnisses einer Gemeinschaft und verdrängen doch häufig ihre eigene Geschichte. Denn lebendig soll das Museum sein, nicht verstaubt - so der altbekannte Schlachtruf der Museumsreformer. Hat eine Denkmalpflege, die sich dem Schutz musealer Konzepte verschreibt, hier überhaupt Platz?

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Vortrag am 26. April 2017 fällt aus!

Krankheitsbedingt muss der für den 26.4.2017 vorgesehene Vortrag "Neues zur archäologischen Denkmalpflege in Brauweiler und Umgebung" leider abgesagt werden.
Ein neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referentin

Petra Tutlies, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Die Gegend um Brauweiler gehört zur reichen archäologischen Landschaft im westlichen Rheinland. Seit der Steinzeit siedelten Menschen am Rande der Rhein-Mittelterrasse mit Blick in das Rheintal und hinterließen zahlreiche Spuren.
Immer wieder stießen in den vergangenen Jahren die Grabungen, die seitens der Bodendenkmalpflege des LVR im Zusammenhang mit verschiedenen Bauprojekten in und um Brauweiler durchgeführt wurden, auf großes Interesse der Bevölkerung.
In ihrem Vortrag stellt die Archäologin Petra Tutlies M.A., Leiterin der für Brauweiler zuständigen Außenstelle Nideggen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland, die Ergebnisse der archäologischen Forschung der letzten Jahre rund um Brauweiler sowie neue Ausgrabungen und Funde aus der Umgebung vor. Diese prägen maßgeblich das Bild einer Siedlungslandschaft der letzten 7000 Jahre, deren Zeugnisse – unseren Blicken entzogen – heute im Boden verborgen liegen, doch gleichwohl schützens-und erhaltenswert sind.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Gierden-Saal

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 26. April 2017

Donnerstag, 30. März 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Die Häfen in Neuss und Krefeld-Uerdingen. Historische Bedeutung und aktuelle Erhaltungsprobleme

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke,
Leiterin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland

Flüsse sind seit Jahrhunderten als Verkehrsroute und Handelswege von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. An flussnahen Städten entwickelten sich Handelshäfen zum Umschlag von Waren, die mit der zunehmenden Industrialisierung seit dem frühen 19. Jahrhundert bis in unsere Tage immer wieder aus- und umgebaut worden sind. Es entstanden Binnen-, Industrie- und Containerhäfen. An zwei Beispielen, den Rheinhäfen in Krefeld-Uerdingen und Neuss, werden die historische Bedeutung dieser Häfen sowie ihre aktuellen Erhaltungsprobleme aus Sicht der amtlichen Denkmalpflege dargestellt.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 8. Februar 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Kabarettisten unterm Hakenkreuz -
die Macht des Wortes gegen die Herrschaft der Macht

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Referent

PD Dr. Jürgen Nelles, Bonn

Der Bildvortrag erinnert an bekannte und vergessene Kabarettisten, die in den Jahren 1933 bis 1945 mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen die Nationalsozialisten geleistet haben.
In Kleinkunstkellern – wie in der "Katakombe“ und im „Kabarett der Komiker“ in Berlin oder in der „Pfeffermühle“ in München – haben Wortakrobaten und Sprachartisten mit Satiren und Parodien, mit Sketchen und Flüsterwitzen zunächst versucht, das „Dritte Reich“ zu verhindern, dann zu bekämpfen und schließlich zumindest zu überleben.
Die Ausführungen skizzieren historische Hintergründe und bringen Kabaretttexte zu Gehör, zum Beispiel von Werner Finck, Trude Hesterberg, Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Erika Mann, Lucie Mannheim, Kurt Tucholsky, Karl Valentin & Liesl Karlstadt.

Es referiert PD Dr. Jürgen Nelles, Privatdozent für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zu seinen Forschungsgebieten zählt das Verhältnis von Kunst, Künstlern und Politik im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag

Donnerstag, 26. Januar 2017, 18 Uhr, Äbtesaal

Gärten im Märchen. "Es war vor Zeiten ein König, der hatte einen schönen Lustgarten"

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent

Dr. Ulrich Stevens, Hauptkonservator a.D., Kunsthistoriker

Immer wieder spielen in Märchen auch Gärten eine Rolle. Sie können phantastische Orte sein, in denen ungewöhnliche oder zauberkräftige Pflanzen wachsen. Wer sie betritt, erfährt Geheimnisse, kann aber auch in Gefahr geraten. Manche Handlung ist so, wie sie geschildert wird, nur im Garten möglich. Aber selbst wenn sie nur nebenbei erwähnt werden, sagen Gärten in Märchen etwas darüber aus, wie die Erzählerinnen und Erzähler Gärten sahen. Der Vortrag will diese unterschiedlichen Aspekte darstellen und zugleich untersuchen, wie sich Wirklichkeit in den Märchen spiegelt.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 24. November 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Kirche im Hinterhof? Protestantischer Kirchenbau im katholischen Umfeld

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent

Dr. Ulrich Stevens, Hauptkonservator i.R., früher Stellvertretender Landeskonservator

Evangelisch zu sein war im katholischen Rheinland bis lange nach der Reformation nicht nur eine Frage des Glaubens. Mut gehörte ebenso dazu. Erst ab dem späten 17. Jahrhundert durften die Protestanten auch in manchen katholischen Gebieten ihre eigenen Kirchen bauen, nachdem Brandenburg-Preußen und Pfalz-Neuburg die freie Religionsausübung vereinbart hatten. Dennoch gab es weiterhin Repressalien, einzelne Kirchen entstanden in Hinterhöfen. Erst unter französischer Herrschaft wurde im gesamten Rheinland öffentlicher protestantischer Gottesdienst möglich. Das galt erst recht nach 1815, als die mehrheitlich katholischen Rheinlande preußisch wurden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mittwoch, 26. Oktober 2016, 18 Uhr, im Archiv des LVR

Verwahrung - Verwaltung - Vernichtung.
Die rheinischen Psychiatriepatientinnen und -patienten in der Zeit des Nationalsozialismus

Referent

Frank Sparing M.A.

Am Beispiel der Rheinischen Provinzial-Heil- und Pflegeanstalten geht Frank Sparing in seinem Vortrag der Frage nach, inwieweit die bereits vor 1933 eingeleitete Verminderung der Pflegeaufwendungen für psychisch Kranke und der daran anknüpfende gesundheitspolitische Paradigmenwechsel der Nationalsozialisten die Voraussetzungen dafür bildete, dass die Maßnahmen sich schließlich zum Krankenmord radikalisierten.
Mit Hilfe von „erbbiologischer Bestandsaufnahme“ und Zwangssterilisation wurden Kranke und Pflegebedürftige bereits nach „rassenhygienischen“ Gesichtspunkten in förderungswürdige und -unwürdige Patienten unterteilt. Durch den Krieg wurde dann eine Situation herbeigeführt, die letzte Hemmnisse hinsichtlich der Tötung psychisch kranker Menschen im Rahmen der verschiedenen „Euthanasie“-Aktionen beseitigte.

Der Vortrag ist ein weiterer Baustein im Kontext der Aufarbeitung der Geschichte des Provinzialverbandes. Eine Studie zur Geschichte der Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Einrichtungen des LVR nach 1945, an der Frank Sparing beteiligt ist, wird 2017 erscheinen.

Frank Sparing studierte Geschichte und Romanistik in Düsseldorf. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Sozial- und Medizingeschichte des Nationalsozialismus sowie der Landesgeschichte Nordrhein-Westfalens.

Eine Veranstaltung in der Reihe „Mittwochs im Archiv“

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag

Donnerstag, 29. September 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Denk mal in 3D. Neue Verfahren und Technik der Bauaufnahme

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent

Dipl.-Ing. Ulrich Jacobs, Leiter des Sachgebiets Photogrammetrie, Abteilung Dokumentation

Im Jahre 1973 begann beim Landeskonservator Rheinland mit der seinerzeit innovativen 3D-Photogrammetrie ein neues Zeitalter für die Dokumentation von Denkmälern. Seitdem werden Verfahren und Methoden immer wieder dem aktuellen Stand der Technik, den wechselnden Anforderungen und dem sich wandelnden gesetzlichen Auftrag angepasst und sind auch heute mit modernen 3D-Verfahren up to date. Die Abteilung Dokumentation liefert digitale Grundlagenpläne für Bauforschung, Restaurierung, praktische Denkmalpflege oder Inventarisation. Der Vortrag gibt einen Einblick in aktuelle Bauaufnahmemethoden mit Tachymetrie, Bildplan und SFM.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Donnerstag, 28. Juli 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Denkmalschutz und Denkmalpflege?
Aufgaben - Zuständigkeiten - Entscheidungen

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Andrea Pufke, Landeskonservatorin

Wenn es um Denkmalschutz und Denkmalpflege geht, äußern viele ihre Meinung: Befürworter und Gegner. Nur wenige wissen aber genau, warum ein altes Gebäude zum Denkmal wird und was man mit seinem Denkmal machen kann. Dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland wird für den Schutz und die Pflege von Denkmälern eine entscheidende Rolle beigemessen. Ist das so? Der Vortrag erläutert die Aufgaben des Amtes und gibt Einblicke ist das nicht immer leicht verständliche System Denkmalpflege.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Josef Terboven - Gauleiter, Oberpräsident, Reichskommissar. Die Karriere eines Nationalsozialisten

Mittwoch, 29. Juni 2016, 18 Uhr, im Archiv des LVR

Referent

Dr. Klaus Wisotzky, Leiter des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchiv

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

"Der beste Gauleiter den wir haben", notierte Joseph Goebbels voller Anerkennung am 6. Juli 1935 in sein Tagebuch. Gemeint war Josef Terboven (1898-1945), der Gauleiter von Essen. Er war in den Augen Goebbels‘ der Beste, weil er ein überzeugter Nationalsozialist war, der sich bereits 1923 der Partei angeschlossen hatte, weil er dank seines rastlosen Aktivismus als SA-Führer, Parteiredner und Zeitungsmacher zum Aufstieg der NSDAP im Ruhrgebiet beigetragen hatte, und weil er keine Skrupel kannte bei der Ausübung der Macht, bei der Ausschaltung der politischen Gegner und bei der Verfolgung, Ausplünderung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung.
Daher machte der Gauleiter, der auch über gute Beziehungen zu Hitler und Göring verfügte, weiterhin Karriere. 1935 wurde er Oberpräsident der Rheinprovinz, und 1940 ernannte ihn Hitler zum Reichskommissar von Norwegen. Terboven, der im bürgerlichen Leben als Bankangestellter gescheitert war, gehörte zweifelsohne zur Partei- und Funktionselite des "Dritten Reiches" und war einer der einflussreichsten Nationalsozialisten im Rheinland.

Eine Veranstaltung in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 29. Juni 2016

Schlossbahnhof Brühl. Neubewertung eines Baudenkmals

Donnerstag, 19. Mai 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referent

Dr. Andreas Stürmer, Wissenschaftlicher Referent, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege

Die Brühler kannten ihren Bahnhof über Jahre als sanierungsbedürftiges, in Teilen leerstehendes Gebäude mit einem schadhaften roten Anstrich. Das ursprünglich stolze Bahnhofsgebäude war in diesem Zustand ein unwürdiger Nachbar der Brühler Schlösser geworden. Nach seiner jüngsten Sanierung erscheint es strahlend weiß, bekrönt von einem neu geschaffenen Turm, der einem über 50 Jahre verlorenen Vorgänger nachempfunden ist. Wie sind Denkmalpfleger und Architekten zu dieser Gestaltung gekommen? Worin bestand in ihren Augen der Denkmalwert des stadtgeschichtlich und städtebaulich bedeutenden Gebäudes?

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Gerettet. Graf Wolff Metternich und die Mona Lisa - Deutscher Kunstschutz 1940 bis 1942

Mittwoch, 27. April 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Referentin

Henrike Bolte M.A., Historikerin, wissenschaftliche Volontärin beim LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Wenige Tage vor Kriegsausbruch am 1. September 1939 wurde das seit Ende des 18. Jahrhunderts im Louvre befindliche weltberühmte Gemälde "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci mit Tausenden anderer Kunstwerke evakuiert. In Frankreich waren bereits längere Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sorgfältige Maßnahmen getroffen worden, um im Kriegsfall die Kunstschätze der staatlichen Museen zu sichern. Die schnelle Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen führte jedoch dazu, dass die Depots in abgelegenen Schlössern in die Hände der Besatzungsmacht fielen.

Eine kleine Gruppe von rheinischen Kunsthistorikern wurde im Sommer 1940 von der militärischen Verwaltung beauftragt, die Bergungsmaßnahmen zu überprüfen, fortzusetzen und die Depots vor Truppenbelegungen zu schützen. Die Leitung hatte Franziskus Graf Wolff Metternich (1893–1978) als "Beauftragter für Kunstschutz beim Oberkommando des Heeres" inne. Der Professor für Kunstgeschichte und Chef der rheinischen Denkmalpflege nahm den Auftrag des Kunstschutzes im Sinne der Kunst wahr und verhinderte mit großem Engagement, dass die staatlichen Museen von den Besatzern geplündert wurden. Doch die Aussichten für "Mona Lisa" und andere Werke waren düster, als sich nach zwei Jahren diejenigen gegen Wolff Metternich durchsetzten, die systematisch Kunstraub betrieben und vollgefüllte Züge nach Deutschland schickten.

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv"

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler
Äbtesaal
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 27. April 2016

"Versteckte" Schuhe in alten Gemäuern. Ein weit verbreitetes Phänomen als Forschungsgegenstand der Denkmalpflege

Donnerstag, 31. März 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick"

Referentin

Dr. Kristin Dohmen, Leiterin des Sachgebiets Bauforschung, Abteilung Dokumentation

Immer wieder werden in historischen Bauten alte Schuhe entdeckt, die mit Bedacht in die Hauswände eingemauert wurden. Erst seit kurzem weiß die Wissenschaft, dass es sich nicht um Zufallsfunde handelt – sondern um einen jahrhundertealten Brauch, der später in Vergessenheit geriet. Doch was bedeutet der Schuh in der Wand? Schriftquellen, die das Phänomen erklären, sind bislang nicht bekannt. Lässt sich das Rätsel mit Blick auf das Versteck und die Schuhe selbst lösen? Welchen Beitrag die Denkmalpflege zur Beantwortung dieser Frage leisten kann, zeigen Forschungen zu rheinischen Schuhfunden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Von der Kraftwagenstraße zur Reichsautobahn. Die Anfänge des Autobahnbaus im Rheinland

Vortrag zum "Tag der Archive 2016" am Sonntag, 6. März 2016, 15:30 Uhr, im Archiv des LVR

Referent

Christoph Keller M.A., Archäologe beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, Bonn

Mit der Einweihung der Kraftwagenstraße Köln-Bonn 1932 begann im Rheinland die Geschichte des Autobahnbaus. Nach der Machtergreifung und der Gründung der "Gesellschaft Reichsautobahn" 1933 wurde ein Netz von Fernstraßen als Verbindung der wichtigen Metropolen geplant. In einer zweiten Phase wurde ab 1938 an der Verdichtung des bestehenden Autobahnnetzes gearbeitet. Der Vortrag beleuchtet Planung und Bau der Reichsautobahnen in der Region ebenso wie das nie fertig gestellte Bauvorhaben im Kottenforst bei Bonn.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei

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Zeugnis oder Kunst? - Zum Umgang mit Bildern von Überlebenden der nationalsozialistischen Zwangslager

Donnerstag, 28. Januar 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Referent

Dr. Jörn Wendland, Kunsthistoriker

Kurz nach der Befreiung 1945 hielten zahlreiche Überlebende nationalsozialistischer Zwangslager ihre Erinnerungen nicht nur in Texten, sondern auch in Zeichnungen, Gemälden und Grafiken fest. Diese zeigen in eindringlichen Bildern überfüllte Baracken, Nahrungsmangel, Zwangsarbeit, Krankheit und Tod, aber auch den Zusammenhalt der Häftlinge und die Befreiung. Wie gehen wir heute mit den Bildern der Überlebenden um? Sind sie Zeugnisse der nationalsozialistischen Verbrechen, oder dürfen wir in ihnen auch individuelle Kunstwerke sehen?

Der Kunsthistoriker Dr. Jörn Wendland ist dieser Frage in seiner Dissertation im Fach Kunstgeschichte an der Universität Wien nachgegangen. In seinem Vortrag gibt er einen Überblick über die Nachkriegswerke ehemaliger KZ-Häftlinge und zeigt Arbeiten unter anderem von Ágnes Lukács, Alfred Kantor und Simon Wiesenthal.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler
Äbtesaal
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 28. Januar 2016

Denkmalpflege und die Brühler Schlösser. Neue Funde und Forschungsergebnisse

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am Donnerstag, 21. Januar 2016, 18 Uhr, im Äbtesaal

Referent

Dr. Frank Kretzschmar, Oberkonservator i. R., früher Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege

Archive und Bauuntersuchungen sind immer für Überraschungen gut. Dabei bieten neue Forschungsergebnisse manche Erweiterung unseres historischen Verständnisses, wie in den barocken Brühler Bauten des Kurfürsten Clemens August. Bei einem so komplexen Themenfeld wie den Brühler Schlössern erreicht die Forschung vermutlich nie einen Endpunkt. So kommt es vor, dass frühere Interpretationen in Frage gestellt werden. Der Vortrag gibt Auskunft über einige der jüngsten Erkenntnisse aus den langjährigen Restaurierungsarbeiten an den Brühler Schlössern unter Einbeziehung von neu entdecktem Archivmaterial.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Aristokraten des rheinischen Separatismus?

Vortrag im Begleitprogramm der Ausstellung "Köln-R(h)ein-Preußisch?" des Historischen Archivs der Stadt Köln und des Archivs des LVR am 2. Dezember 2015, 18 Uhr

Referent

Dr. Martin Schlemmer, Historiker und Archivar

Köln und die Rheinstaatbestrebungen in den Jahren 1918 bis 1923

Zeitgleich mit dem Ende des Ersten Weltkrieges erhoben sich in der Rheinprovinz und angrenzenden Regionen Stimmen, die für eine Trennung westdeutscher Gebiete von Preußen eintraten. Zugleich wurde die Errichtung eines westdeutschen Gliedstaates im Rahmen eines föderativ neu zu ordnenden Deutschen Reiches gefordert. Als eines der Zentren der Rheinstaatbestrebungen betrachteten sowohl die Zeitgenossen als auch die historische Forschung die Stadt Köln. Unter anderem wird der Name des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

Der Vortrag geht der Frage nach, ob die Wahrnehmung der Stadt Köln als Zentrum der Rheinstaatbestrebungen respektive des "Separatismus" zutrifft, was insbesondere unter dem Begriff des "Aristo-Separatismus" - wie es in den amtlichen Akten heißt – zu verstehen ist. Aus welchen Quellen speisten sich die Motivationen der Separatisten, auf welche Ziele wirkten sie tatsächlich hin? Zuletzt sollen die Kölner Vorstellungen in den Gesamtkontext der Rheinstaatbestrebungen eingeordnet werden.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 2. Dezember 2015

Die historische Altstadt von Bad Münstereifel - Kurort und Outlet-Center

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am 26. November 2015, 18 Uhr

Referentin

Dr. Monika Herzog, Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege

Erfahrungsbericht zum Strukturwandel im alten Ortskern und seine Auswirkungen auf die Denkmäler

Bad Münstereifel hat sich über die Jahrhunderte hinweg seine romantische Anmutung bewahrt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts öffnete sich die Stadt für Fremdenverkehr und Kurbetrieb; dies bedeutete eine zusätzliche bescheidene Einkommensquelle. In den letzten Jahren zeichnete sich allerdings ab, dass viele Geschäfte wirtschaftlich nicht mehr tragfähig waren, die Leerstände nahmen zu. Die Entscheidung der Stadtverwaltung, hier das erste Outlet-Center inmitten einer historischen Altstadt einzurichten, war heftig umstritten. Eröffnet im August 2014 stellt der Vortrag die Auswirkungen auf Stadt und Denkmäler vor.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


In "Einigkeit und Ausdauer"? - Der Kölner Dombau und die preußischen Könige

Vortrag im Begleitprogramm der Ausstellung "Köln-R(h)ein-Preußisch?" des Historischen Archivs der Stadt Köln und des Archivs des LVR am 5. November 2015, 18 Uhr

Referentin

Dr. Kathrin Pilger, Historikerin und Archivarin

Die Vollendung des Kölner Doms im 19. Jahrhundert vollzog sich als gewaltiges Gemeinschaftsprojekt des Kölner Bürgertums, organisiert im Zentral-Dombauverein, und des preußischen Staates, vornehmlich verbunden mit der Person König Friedrich Wilhelms IV. Dass diese Beziehung keineswegs immer spannungsfrei, dass sie vielmehr von großer Wechselhaftigkeit geprägt war, versteht sich angesichts der besonderen kulturpolitischen Konstellationen, die im Rheinland und in Preußen zunächst im Vormärz, dann vor allem im Kulturkampf herrschten, fast von selbst.
Dennoch war das Projekt erfolgreich: Der Dom wurde fertiggestellt und wie so oft fragte später kaum jemand mehr nach dem "wie" und "warum".

Der Vortrag von Dr. Kathrin Pilger, Historikerin und Archivarin, geht diesen Fragen nach. Dabei wird anhand von prägnanten Konfliktfeldern, die das Ziel der Domvollendung zeitweise stark gefährdeten, das oftmals schwierige Verhältnis des Kölner Dombauvereins zur Preußischen Monarchie schlaglichtartig beleuchtet. Schließlich werden die Aspekte herausgearbeitet, die dafür sorgten, dass sich im Kaiserreich, zur Zeit der Domvollendung, der alte Antagonismus weitgehend aufgelöst hatte.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 5. November 2015

Clemens Wenzeslaus Graf von Hoensbroech (1776 - 1844)

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv" am 21. Oktober 2015, 18 Uhr, im Archiv des LVR

Referent

Prof. Dr. Leo Peters, Historiker und Archivar

Ein Leben in Zeiten des Umbruchs

Die Beschäftigung mit der Haltung des Adels während der Zeit der französischen Besetzung und der Einverleibung der linksrheinischen Lande in das französische Staatsgebiet ist seit einigen Jahren ein bevorzugtes Thema der landesgeschichtlichen Forschung. Besonderes Interesse ruft in diesem Zusammenhang die Biographie des sehr reichen und politisch bestens vernetzten Clemens Wenzeslaus Marquis und Reichsgraf von und zu Hoensbroech (1776–1844) hervor, die Prof. Dr. Leo Peters seit fünf Jahren erforscht. Grundlage der alle privaten, besitzgeschichtlichen und politischen Aspekte erfassenden Untersuchung ist das gräfliche Familienarchiv von Schloss Haag bei Geldern, das einen Umfang von ca. 400.000 Blatt handschriftlicher Archivalien hat.

Die vorzügliche Überlieferungslage lässt es zu, an seinem Beispiel das Verhalten eines wichtigen Vertreters des rheinischen Adels im Zeitalter des wiederholten Wechsels der gesellschaftlichen und politischen Systeme präzise nachzuzeichnen.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 21. Oktober 2015

Frauenklöster der Zisterzienser im Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Klausur

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am 24. September 2015, 18 Uhr

Referentin

Dr. Kristin Dohmen, Leiterin des Sachgebiets Bauforschung, Abteilung Dokumentation

Neue Aspekte zu Bauforschung, Gender, Spiritualität und Ausstattung

Architektonische Schlichtheit prägt die Frauenklöster des Zisterzienserordens. Doch geben sie zugleich Einblick ins "innere" Klosterleben. Was bedeutete für die Nonnen strikte Klausur? Wie wurden sie architektonisch von den anderen Kirchenbesuchern separiert? Hatten die Frauen Einfluss auf Baukonzepte und Kunstproduktion? Oder waren sie "fremdbestimmt" durch die strengen Vorgaben des Zisterzienserordens und den Stifterwillen des regionalen Adels, der hier seine Töchter unterbrachte? Der Vortrag betrachtet neue Forschungen zu Frauenklöstern wie Graefenthal am Niederrhein und Bürvenich in der Eifel im Kontext der Zisterzienserinnenklöster im Rheinland.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Mythologie, Tafelobst & Seide - Streifzüge durch die Kulturgeschichte des Maulbeerbaumes in Europa

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv" am 26. August 2015, 18 Uhr, im Gierden-Saal

Referent

Prof. Dr. Michael Seiler, Gartendirektor a.D., Berlin

Von Ovid bis zur Seidenbaufibel der Jungen Pioniere

Der Legende nach hatte Mathilde, Tochter Kaiser Ottos II. und der Byzantinerin Theophanu, im Schatten des Brauweiler Maulbeerbaumes ein Traumgesicht, das sie 1024 zur Stiftung des Klosters in Brauweiler bewog. Noch heute zieht der Maulbeerbaum im Park der ehemaligen Abtei Brauweiler viele interessierte Besucherinnen und Besucher an.

Der Kulturgeschichte des Maulbeerbaumes spürt Gartendirektor a. D. Prof. Dr. Michael Seiler, Berlin, in seinem Vortrag nach. Seit den Römern bis ins 18. Jahrhundert waren die Früchte der schwarzen Maulbeere ein geschätztes Obst an fürstlichen Tafeln. Die Blätter der aus China stammenden weißen Maulbeere waren die Grundlage für den sich über ganz Europa verbreitenden Seidenbau mit seinen Erfolgen und Enttäuschungen.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Gierden-Saal

Eintritt frei


Schlag auf Schlag - Kriegsnagelungen im Rheinland

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am 30. Juli 2015, 18 Uhr

Referentin

Dr. Angelika Schyma, ehemalige Leiterin der Abteilung Inventarisation

Zu Nagelobjekten wie dem Siegfried in Königswinter und dem "Kölsche Boor"

Kriegswahrzeichen zum Benageln waren Teil der Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg. Die Nagelungen waren mit einer Mindestspende verbunden und sollten der Unterstützung der Witwen und Waisen an der „Heimatfront“ dienen und als patriotische Geste die Verbundenheit mit den Soldaten im Feld zeigen. Unzählige hölzerne Nagelobjekte entstanden zwischen 1915 und 1916, von denen sich nur wenige erhalten haben. Die Euphorie der anfänglichen Kriegsbegeisterung sollte so unterstützt, die patriotische Gesinnung aufrecht erhalten werden. Begleitet waren die Aufstellungen der Nagelfiguren von zeremoniellen Inszenierungen.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Denkmalbereich Blankenheim - Schutz für ein Kleinod

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am 28. Mai 2015, 18 Uhr, im Äbtesaal

Referentin

Dr. Elke Janßen-Schnabel, Wissenschaftliche Referentin beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Abteilung Inventarisation

Ein geschichtsträchtiger Eifelort und sein identitätsstiftendes Erscheinungsbild

Der Ort Blankenheim nimmt zusammen mit der 1273 erstmals erwähnten Burg als Sitz der Grafen von Manderscheid-Blankenheim in der nördlichen Eifel eine ganz besondere Stellung ein. Die Burg-Tal-Siedlung bildet im Miteinander der Bauten mittelalterliches Herrschaftswesen ab und lässt die Ortsgeschichte bis heute anschaulich ablesen. Das historische Ensemble ist es wert, als Denkmalbereich geschützt zu werden. Der Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise in eine facettenreiche Vergangenheit, von der die erhaltene Substanz heute immer noch vielerorts erzählt.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Entdeckt. Auf den Spuren des Flamersheimer Hexenprotokolls

Vortrag in der Reihe "Mittwochs im Archiv" am 22. April 2015, 18 Uhr, im Archiv des LVR

Referentin

Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Sachgebiets Archivberatung beim LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ)

Das "Flamersheimer Hexenprotokoll" ist eine der wichtigsten Quellen, die den Höhepunkt der Hexenverfolgungen in Stadt und Kreis Euskirchen in den Jahren 1629/30 dokumentieren. Das Originalmanuskript galt mehr als einhundert Jahre lang als verschollen. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Sachgebiets Archivberatung beim LVR-AFZ, entdeckte es im Rahmen ihrer Recherchen zum Thema in der Universitätsbibliothek der Cornell University in den USA wieder.
Das Hexenprotokoll gibt Einblicke in die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen, denen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert in den verschiedenen Regionen Europas etwa 60.000 Menschen - Frauen, Männer und Kinder - zum Opfer fielen. Auch das Rheinland - und hier insbesondere der Kreis Euskirchen - zählte zu den Kernzonen der Hexenverfolgungen.
Der Vortrag knüpft an den bereits zum Tag der Archive 2014 gehaltenen Vortrag zum Thema "Hexenprozesse im Rheinland" an und informiert über die spannende Geschichte des wiederentdeckten Manuskripts.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Von gotischen Ritzzeichnungen und karolingischen Ringankern

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am 26. März 2015, 18 Uhr, im Äbtesaal

Referentin

Dr. Ulrike Heckner, Leiterin der Abteilung Dokumentation und stellvertretende Landeskonservatorin

20 Jahre Bauforschung am Aachener Dom

Karl der Große ließ vor mehr als 1200 Jahren den Kernbau des Aachener Doms errichten - eine architektonische und technische Meisterleitung. Über die Jahrhunderte wurde weitergebaut, und es entstand ein einzigartiges Bauensemble, das die Bauepochen von der Karolingerzeit bis ins 19. Jahrhundert repräsentiert. In den letzten 20 Jahren wurde das Bauwerk aufwändig untersucht und saniert. Im Fokus standen besonders die gotische Chorhalle und der karolingische Kernbau. Einige Highlights der bauhistorischen Untersuchungen sollen in dem Vortrag vorgestellt werden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

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LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

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Der Dinslakener Kruzifix aus der Vincentiuskirche

Vortrag in der Reihe "Denkmalpflege im Blick" am 29. Januar 2015, 18 Uhr, im Äbtesaal

Referent

Dipl.-Rest. Marc Peez, Leiter der Restaurierungswerkstatt für organische Materialien des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland

Zur Restaurierung eines monumentalen Kreuzes aus dem frühen 14. Jahrhundert

Die Kenntnis über Farbfassungen an mittelalterlichen Skulpturen verdanken wir in der Regel sogenannten Freilegungen, wie sie an zahlreichen Bildwerken in den 1950er bis 1970er Jahren durchgeführt wurden: Im Laufe der Jahrhunderte aufgetragene Farbschichten wurden mühevoll entfernt, um die ursprüngliche Farbgebung wieder zum Vorschein zu bringen. Heutzutage stellen solche Freilegungen die Ausnahme dar, bei dem Kruzifix aus der Vincentiuskirche in Dinslaken wurde dieser Weg jedoch noch einmal beschritten. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Welche Erkenntnisse konnten hierdurch gewonnen werden? Der Vortrag lässt Sie teilhaben an der Restaurierung des Dinslakener Kruzifixes.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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"Menschenfreunde". Reformbestrebungen im rheinischen Gefängniswesen zu Beginn der preußischen Zeit

Vortrag im Archiv des LVR am 21. Januar 2015, 18 Uhr

Referent

Hermann Daners, Historiker, Frechen

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts prangerte eine Gefängnisreformbewegung die eklatanten Missstände in damaligen Strafanstalten an. Ausgehend von dem Engagement des evangelischen Pfarrers Theodor Fliedner aus Kaiserswerth gründeten sich in Deutschland private Vereine, die sich um Verbesserungen in den Anstalten und Hilfe für die Entlassenen bemühten. Der Leiter der Brauweiler Arbeitsanstalt, Johann Baptist Ristelhueber, zählte zu den angesehensten Reformern. Zusammen mit dem evangelischen Pfarrer F. Th. Brohm aus Frechen und anderen wurde ein Hilfsverein für entlassene Gefangene im damaligen Landkreis Köln gegründet. Es gelang, Adel, Geistlichkeit und Besitzbürgertum für die Sache zu begeistern und zu engagieren.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 21. Januar 2014

Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel

Vortrag zur Denkmalpflege am 27. November 2014, 18 Uhr

Referentin

Dr. Monika Herzog, Wissenschaftliche Referentin, Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege

Vorstellung eines "unbequemen" Denkmals von der Grundsteinlegung bis zur aktuellen Nutzung

Die ehemalige Ordensburg Vogelsang liegt heute inmitten des Nationalparks Eifel. Seit seinen Anfängen im Jahr 1934 gibt das Großdenkmal und einzige erhaltene Landschaftsdenkmal aus dem Dritten Reich immer wieder Anlass für bisweilen emotional geführte Diskussionen. Der Vortrag führt ein in die Geschichte und Symbolik des Denkmals, erörtert aktuelle Nutzungsüberlegungen und die Umsetzung baulicher Konzepte. Wie wirken sie sich auf Substanz und Erscheinungsbild aus? Und wie steht die Denkmalpflege dazu?

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Ehrensache. Männer und Frauen aus dem rheinischen Adel im Ersten Weltkrieg

Vortrag zur Adelsarchivpflege am 29. Oktober 2014, 18 Uhr, Archiv des LVR

Referent

Dr. Hans-Werner Langbrandtner, Wissenschaftlicher Archivar beim LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ)

Der Vortrag stellt beispielhaft die Überlieferung in den rheinischen Adelsarchiven zum Ersten Weltkrieg vor. Anhand von Tagebüchern, Feldpostbriefen und Fotos werden die Erfahrungen und Schicksale ausgewählter adliger Offiziere an der französischen und russischen Front sowie der Einsatz adliger Frauen in der Kriegskrankenpflege beschrieben.

Die archivische Betreuung der über 50 rheinischen Adelsarchive auf den historischen Adelssitzen bzw. im Archiv der Vereinigten Adelsarchive im Rheinland e.V. auf Schloss Ehreshoven im Bergischen Land zählt zu den Aufgaben des LVR-AFZ.

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum: Adelsarchive

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Straße)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 29. Oktober 2014

Schienen für den Krieg: Eisenbahntrassen im Deutschen Reich

Vortrag zur Denkmalpflege am 25. September 2014, 18 Uhr, Äbtesaal

Referent

Hauptkonservator a.D. Dr. Ulrich Stevens, Ehem. Abteilungsleiter Restaurierungswerkstätten

Planungen und Bauten im Rheinland vor und im ersten Weltkrieg

Zwischen Neuss und Rheinbach prägt auf langen Strecken eine ehemalige Eisenbahntrasse die linksrheinische Landschaft: als Damm, mit Einschnitten sowie einer Reihe von Über- und Unterführungen. Sie ist zusammen mit einigen Rheinbrücken Teil eines Bauprogramms, mit dem sich das Deutsche Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einen Krieg vorbereitete. Einen Schwerpunkt der Baumaßnahmen bildete das Rheinland, denn hier sollte nach dem Schlieffen-Plan der rechte Flügel der deutschen Armeen aufmarschieren.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Der vorbildhafte Neuaufbau von Mönchengladbach-Rheydt

Vortrag zur Denkmalpflege am 31. Juli 2014, 18 Uhr, Äbtesaal

Referentin

Landesoberbaurätin Dr. Elke Janßen-Schnabel, zuständig für Denkmalbereiche und Städtebau, Abteilung Inventarisation

Der Denkmalbereich integriert in stadtplanerische Instrumente

Im Zweiten Weltkrieg flächenhaft zerstört, erfolgte ab 1947/48 der Neuaufbau von Rheydt. Die städtebauliche Planung von Alfons Leitl und ihre Umsetzung durch Stadtverwaltung und Rat hatten nicht nur für den Wiederaufbau anderer Städte, sondern vor allem für das nordrhein-westfälische Wiederaufbaugesetz aus dem Jahr 1950 Vorbildcharakter. Um die bis heute den Stadtcharakter prägende Planung zusammen mit der überlieferten Bausubstanz zu schützen, ist die Ausweisung eines Denkmalbereiches, eingebunden in stadtplanerische Instrumente, das geeignete Mittel.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Hochofen im Garten - der Landschaftspark Duisburg-Nord

Vortrag zur Denkmalpflege am 5. Juni 2014, 18 Uhr, Äbtesaal

Referentin

Dr. Kerstin Walter, Wissenschaftliche Referentin für Gartendenkmalpflege, Abteilung Inventarisation

Ein Industriedenkmal wurde dank Internationaler Bauausstellung zum Bestandteil eines neuen Parktypus

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher-Park hat von 1989 bis 1999 neue Wege im Umgang mit stillgelegten Industrieanlagen aufgezeigt. Ein Ergebnis ist der Landschaftspark Duisburg-Nord auf dem rund 200 Hektar großen Gelände des 1985 stillgelegten Hütten- und Hochofenwerks Meiderich der Thyssen AG. Die Planung des Landschaftsarchitekturbüros Latz + Partner zielte darauf ab, das Industriedenkmal in einer Parkanlage für die Menschen der Region erlebbar und nutzbar zu machen.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei


Burg - Festung - Schloss: Neues zur Burggeschichte von Hardenberg

Vortrag zur Denkmalpflege am 27. März 2014, 18 Uhr, Äbtesaal

Referentin

Oberkonservatorin Dr. Kristin Dohmen, Referatsleiterin Bauforschung, Abteilung Dokumentation

Bauforscher erkunden die Wasserburg in Velbert-Neviges

Die langjährige Instandsetzung von Schloss Hardenberg ermöglichte eine intensive Bauforschung mit überraschenden Erkenntnissen zu bislang ungeklärten Fragen: Wer erbaute die zweiteilige Wasserburg im bewaldeten Tal des Hardenberger Bachs nördlich von Velbert-Neviges? Welche Baugestalt besaß Schloss Hardenberg im Mittelalter? Sind die unterirdischen Gänge zur Verteidigung um die Hauptburg angelegt worden? Und wie wurde der stark befestigte Rittersitz in 200 Jahren Bauzeit zum barocken Landschloss umgebaut? Der Vortrag beleuchtet zugleich die Methoden der sanierungsbegleitenden Bau- und Burgenforschung.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Verhext. Hexenprozesse im Rheinland in der frühen Neuzeit

Vortrag zur Archivpflege am 9. März 2014, 15 Uhr, Archiv des LVR

Referentin

Dr. Claudia Kauertz, Sachgebietsleiterin Archivberatung (LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum)

Der Vortrag findet im Rahmen des Veranstaltungsprogramms zum "Tag der Archive 2014" statt.

In den verschiedenen Regionen Deutschlands wurden vom 15. bis 18. Jahrhundert etwa 60.000 Menschen - Frauen, Männer und Kinder - als Hexen verbrannt. Was waren die Rahmenbedingungen der Hexenverfolgungen, und wann begannen sie? Welchen Stellenwert besaß der Hexenglaube in der frühen Neuzeit? Welche Inhalte umfasste er? Wer waren die Träger der Verfolgungen? Welche Rolle spielten die Kirchen? Wer waren die Angeklagten, und wie gerieten sie in den Fokus der Verfolgung? Diese und andere Fragen beantwortet der Vortrag, wobei er sich insbesondere auf die Verfolgungen im Rheinland konzentriert. Die heute für diese Region noch erhaltenen Hexenprozessakten sind nicht zuletzt in Adelsarchiven zu finden, die im Rahmen der Archivpflege vom LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum betreut werden.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ)

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel (Zufahrt über Von-Werth-Str.)
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei

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Opfer und Täter. Die Arbeitsanstalt Brauweiler im "Dritten Reich"

Vortrag am 18. Februar 2014, 19 Uhr, im Gierden-Saal

Referenten

Hermann Daners und Josef Wißkirchen

Im Dezember 2013 erschien die Publikation "Die Arbeitsanstalt Brauweiler bei Köln in nationalsozialistischer Zeit" der beiden Historiker Hermann Daners und Josef Wißkirchen. Das 435 Seiten umfassende Buch beleuchtet die herausgehobene Rolle, die der Arbeitsanstalt im Terror- und Repressionssystem des nationalsozialistischen Regimes zukam. Dabei gehen die Autoren differenzierend auf die unterschiedlichen Funktionen ein, die die Arbeitsanstalt im Laufe dieser Jahre innehatte. Unter Heranziehung aller relevanter Quellen werden erstmals die Strukturen, Abläufe, handelnden Personen, Opfer und Ereignisse dargestellt und in den historischen Zusammenhang eingeordnet.
Der Vortrag unterzieht verbreitete Vorstellungen einer kritischen Revision. Dabei spüren die Autoren am Beispiel einzelner betroffener Personen lokalen und regionalen Aspekten nach.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Gierden-Saal

Eintritt frei


Einladung zum Vortrag am 18. Februar 2014

Vom Baum zum Bildwerk. Schnitzkunst um 1500

Vortrag zur Denkmalpflege am 30. Januar 2014, 18 Uhr, Äbtesaal

Referent

Dipl. Rest. Marc Peez, Leiter der Restaurierungswerkstatt für organische Materialien (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland)

Über den Nutzen restauratorischer Untersuchungsmethoden zum Verständnis eines Kunstwerks

Das Fachgebiet der Restaurierung von Kunstwerken umfasst auch die Erforschung von Herstellungstechniken, in Fachkreisen Kunsttechnologie genannt. Hierzu zählt unter anderem die Interpretation von Werkzeugspuren. Wurden Holzskulpturen liegend oder stehend geschnitzt? Wie wurden die Bildwerke auf dem Werktisch befestigt? Welches Holz wurde verwendet und wo kam es her? Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in die Bildhauertechnik des Spätmittelalters am Niederrhein und die zur Interpretation notwendigen Untersuchungsmethoden.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Abgefahren. Chausseen, Straßen, Autobahnen - Verkehrswege im Rheinland

Vortrag im Archiv des LVR am 4. Dezember 2013, 18 Uhr

Referent

Dr. Thomas Krämer, Wissenschaftlicher Referent beim LVR-AFZ, Archiv des LVR

Das Lamentieren über Staus und Baustellen auf rheinischen Straßen zählt schon fast zu den Gemeinplätzen. Jedoch relativiert der Vergleich mit Verkehrsbedingungen früherer Tage die heutige Situation. Der Vortrag wirft anhand von ausgewählten Quellen Schlaglichter auf Themen wie das beschwerliche Reisen im frühen 19. Jahrhundert, den Beginn der Planungen zum Autobahnbau in den 1920er Jahren bis hin zur Hoch-Zeit des Autobahnbaus in den 1960er und 1970er Jahren.

Da der Straßenbau im Rheinland früher zum Aufgabenbereich des LVR zählte, finden sich wichtige Bestände auch im Archiv des LVR wieder.

Der Vortrag bildet den Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe, zu der das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum Geschichtsinteressierte an drei bis vier Terminen im Jahr ins Archiv des LVR einladen möchte.

Veranstalter

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum

Veranstaltungsort

Archiv des LVR
Auf der Insel
50259 Pulheim-Brauweiler

Eintritt frei

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Zwischen Gartenstadtidee, Werkswohnungsbau der Firma Krupp und Stadtbaukunstbewegung: die Siedlung Margarethenhöhe in Essen

Vortrag zur Denkmalpflege am 28. November 2013, 18 Uhr, Äbtesaal

Referent

Referatsleiter Technik- und Industriedenkmale Prof. Dr. Walter Buschmann (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland)

Zu den bekanntesten Wohn- und Siedlungsanlagen in Deutschland zählt die 1909 von Georg Metzendorf entworfene Margarethenhöhe in Essen. Sie ist nicht nur städtebaulich und architektonisch reizvoll, sondern auch historisch bedeutend. In der Gestalt der Sied-lungsanlage vereinen sich wichtige Tendenzen jener Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, die mit ihren Reformbestrebungen in Gesellschaft, Architektur und Städtebau die Moderne einleiteten.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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Schloss Brühl vor Schloss Brühl - die Planungen von Johann Conrad Schlaun für Schloss Augustusburg

Vortrag zur Denkmalpflege am 26. September 2013, 18 Uhr, Äbtesaal

Referent

Hauptkonservator Dr. Ulrich Stevens (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland)

Die kurkölnische Landesburg Brühl wurde in den Kriegen Ludwigs XIV. 1689 gesprengt. Bereits Kurfürst Joseph Clemens plante 1715 einen Wiederaufbau. Konkrete Pläne wurden jedoch erst entwickelt, nachdem Clemens August 1723 Erzbischof und Kurfürst von Köln geworden war. 1725 begann der Wiederaufbau nach den Plänen des westfälischen Baumeisters Johann Conrad Schlaun. Als bereits der Rohbau stand, wurde 1728 Schlaun durch François Cuivillies abgelöst und der Plan radikal geändert. Dennoch lohnen die Planungen Schlauns eine eingehende Betrachtung; denn sie enthalten durchaus originelle Aspekte zum Thema "barocker Schlossbau". Außerdem ist trotz des Planwechsels wesentliche Substanz des Schlaun-Baus erhalten und erkennbar geblieben.

Veranstalter

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungsort

LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbtesaal

Eintritt frei

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