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Giebel über der Toreinfahrt zur Abtei Brauweiler

LVR-Kulturzentrum
Abtei Brauweiler

News vom 20.7.2017

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Wandmalerei im Abteipark

Holger Hagedorn realisiert das Wandgemälde VEGETARIA

Holger Hagedorn ist in der aktuellen Kunstszene schon lange kein Unbekannter mehr. Malerei, Fotografie, Skulptur, Installationen und Aktionen gehören zu seinem Portfolio. Besonders im Pulheimer Stadtgebiet ist er immer wieder künstlerisch in Erscheinung getreten – nicht zuletzt auch in der ehemaligen Benediktiner-Abtei Brauweiler, die er in der Vergangenheit auf vielfältige Weise entdeckt hat – sei es als Künstler oder als Kurator.

So erstaunt es nicht, dass er nun auf Anregung und im Auftrag des LVR – in Abstimmung mit der Denkmalpflege – ein Wandgemälde im Abteipark schafft: Die bislang triste und unansehnliche Giebelwand der ehemaligen Holzwerkstatt auf dem Gelände der Abtei Brauweiler gestaltet er mit einem großformatigen Gemälde. „VEGETARIA" heißt das Werk, das an der Gebäudewand ganz in der Nähe des Torhauses am östlichen Ende des Abteiparks zu sehen ist.

Die Idee zu der an pflanzliche Wuchsformen erinnernden Gestaltung setzt Hagedorn gemeinsam mit der Düsseldorfer Künstlerin Melanie Guthe um. Die Realisierung erfolgt in diesen Tagen durch den Künstler selbst, der in seiner Arbeit von Handwerkern und Gärtnern des LVR-Kulturzentrums Abtei Brauweiler, insbesondere von Stefan Kunze, gelernter Maler und Lackierer, sowie von seinen Söhnen Kai und Kio tatkräftig unterstützt wird. Zum einen erinnert das vegetabile Motiv an die Pflanzen im Abteipark, deren bekannteste der angeblich mehr als 1000-jährige Maulbeerbaum ist. Der Legende nach habe Mathilde in seinem Schatten einen Traum gehabt, aufgrund dessen sie das Kloster Brauweiler gründete.

Doch nicht nur der Park mit seiner reichhaltigen Vegetation steht motivisch Pate. Vielmehr lassen die vegetabilen Formen auch an die rankenden Ornamente im Kapitelsaal und auf Kapitellen im Kreuzgang denken, die als stille Zeugen der Romanik an vielen Stellen in der Abtei Brauweiler noch sichtbar sind.

Absichtlich verzichtet Holger Hagedorn auf bunte Farben und beschränkt sich auf graue Farbtöne. Damit tritt das Werk ganz bewusst nicht in Konkurrenz zur Umgebung, sondern ordnet sich ihr ein. In fast reliefartiger Anmutung verleiht das Gemälde dem Abteipark einen besonderen ästhetischen Akzent.