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Giebel über der Toreinfahrt zur Abtei Brauweiler

LVR-Kulturzentrum
Abtei Brauweiler

News vom 11.01.2018

Der letzte Abt von Brauweiler ist nach Hause zurückgekehrt

Verlorenes Bildnis von Anselm Aldenhoven wiedergefunden

Das herrschaftliche Bildnis von Abt Anselm Aldenhoven, des stolzen Erbauers der barocken Prälatur, ist nach über 200 Jahren an seinen angestammten Platz im früheren Kloster zurückgekehrt.

Lange Zeit war der weiße Stuckrahmen im Äbtesaal unter dem Wappen des Abtes Anselm Aldenhoven leer. Bereits vor dem Fund des Gemäldes wurde jedoch vermutet, dass sich an dieser Stelle ursprünglich ein Porträt Aldenhovens befand.

Im August 2016 wurde das verlorene Bild schließlich durch einen Zufall wiedergefunden. Das Gemälde gelangte aus einem Pfarrhaus in Jüchen-Bedburdyck in die Restaurierungswerkstatt des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland.

Ein Geistlicher namens Heinrich Hubert Giersberg, der von 1840 bis 1853 Kaplan in Brauweiler war und 1867 Pfarrer in Bedburdyck wurde, hatte das Bild im Zuge der Säkularisierung an den Niederrhein mitgenommen. Von dem Bildnis gibt es vermutlich mehrere Kopien.

Am 20. Dezember 2017 wurde das Gemälde nun wieder an seinen vorherigen Platz im ehemaligen Empfangssaal des Abtes aufgehängt. Die Kirchengemeinde Bedburdyck stellt es dem LVR als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Rechts und links neben dem Porträt befinden sich über den Türen Reliefs, welche zwei der drei biblischen Tugenden darstellen: Hoffnung und Glaube. Es liegt nahe, dass sich der Abt selbst nicht nur als Bauherr der barocken Prälaturgebäude darstellen wollte, sondern auch als Verkörperung der wichtigsten christlichen Tugend, der Liebe.

Wer Näheres über die Innengestaltung des Äbtesaals, Anselm Aldenhoven und den Bau der barocken Prälaturgebäude wissen möchte, wird im neuen Abteiführer „Die Abtei Brauweiler in drei Gängen“ bestens informiert.