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Giebel über der Toreinfahrt zur Abtei Brauweiler

LVR-Kulturzentrum
Abtei Brauweiler

News vom 8. August 2018

Lesungen in der Abtei Brauweiler

Literaturveranstaltung "ZeitRäume" fand bei Sommerhitze großen Anklang

Zum ersten Mal in der fast 1000-jährigen Geschichte der Abtei Brauweiler konnten Literaturinteressierte an diesem Sonntag, dem 5. August 2018, an einem Leserundgang durch die Abtei Brauweiler teilnehmen. An vier verschiedenen historischen Orten der ehemaligen Abtei Brauweiler fanden nacheinander vier kurze Lesungen statt.

"ZeitRäume - Literatur durch Raum und Zeit" war der Titel der Veranstaltung, die Stephanie Kelle, wissenschaftliche Volontärin beim LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, organisierte und moderierte. Dabei lasen Mitarbeitende der Kulturdienststellen des LVR aus ihren Lieblingsbüchern zum Thema "Raum und Zeit" und machten so auf ihre Arbeit, die Geschichte der Räumlichkeiten und auf ihre Lieblingslektüren neugierig.

Die Idee, in einem literarischen Rundgang ganz unterschiedliche Bücher und geschichtsträchtige Orte kennenzulernen, kam bei den Gästen gut an. Trotz der sommerlichen Temperaturen war die Veranstaltung mit fast 30 Besucherinnen und Besuchern ausgebucht.

Die erste Lesung fand am ältesten der vier Leseorte, im ehemaligen Winterrefektorium aus dem 16. Jahrhundert, statt. Dr. Gregor Patt, Mitarbeiter beim LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (AFZ), las im historischen Ambiente des alten Säulensaals aus Umberto Ecos Buch "Der Name der Rose". Ein passenderer Ort für die Lektüre der Kriminalgeschichte, die in einem italienischen Benediktinerkloster spielt, hätte wohl kaum gefunden werden können.
Nach einer kurzen Pause, in der sich die Gäste mit Getränken erfrischen konnten, folgte eine Lesung von der Archivarin Dr. Riccarda Henkel im Nikolaus-Lauxen-Saal. Sie las aus Joanne K. Rowlings Buch "Harry Potter und der Gefangene von Askaban", in dem von einer spektakulären Zeitreise mit Hilfe eines magischen Zeitumkehrers erzählt wird.

Unter dem Schatten eines alten Baums im Wirtschaftshof las anschließend Susanne Carp, Restauratorin beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, aus dem Roman "Der Leopard" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Das Buch handelt vom Verfall des sizilianischen Adels.
Die letzte Lesung fand im Äbtesaal, dem ehemaligen Empfangssaal des Abtes, statt. Annika Fiestelmann, die in der Reprografie des AFZ tätig ist, stellte Michael Crightons Science-Fiction-Roman "Timeline" vor, in dem Archäologen in die Vergangenheit reisen.

Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit, den Nachmittag bei einem Getränk ausklingen zu lassen, sich über die Lesungen auszutauschen und als Erinnerung an die Veranstaltung ein kleines Lesezeichen mit Bildern der Abtei mitzunehmen. Außerdem gab es Gelegenheit, kostenlos Bücher von einem Büchertisch mitzunehmen und eigens mitgebrachte Literatur zu tauschen.

Aufgrund der positiven Resonanz des Publikums ist geplant, auch in Zukunft noch einmal Leserundgänge solcher Art in der Abtei zu ermöglichen.